Kapitel 32 - Wo gehören wir hin?
Der nächste Abschied fällt Ryan und Arvid schwerer denn je. Während er in ein Tourleben zurückkehrt, das sich ohne sie plötzlich erschreckend leer anfühlt, fährt Ryan zurück zu ihrem eigenen Zuhause – und zu einer Frage, die sich nicht länger verdrängen lässt. Können ihre beiden Welten dauerhaft nebeneinander bestehen, ohne dass einer von ihnen sich selbst verliert? Im September wartet unterdessen die vertraute Normalität auf Ryan. Doch auch dort ahnen ihre Freunde längst, dass nach Arvid nichts mehr ganz so sein wird wie früher.
Der Tag des Abschieds ist da. Arvids Laune ist im Keller, und er macht nicht den geringsten Versuch, es zu verbergen. Er sitzt auf der Bettkante, die Ellbogen auf die Knie gestützt, und starrt mit finsterer Miene zu, wie Ryan ihre Reisetasche packt.
Jedes gefaltete Shirt, das sie im Koffer verstaut, fühlt sich für ihn wie ein Schnitt an. Er will sie nicht gehen lassen. Mit ihr an seiner Seite hat das rastlose Tourleben zum ersten Mal Sinn ergeben – sie erdet ihn, bringt ihn zum Lachen und erinnert ihn daran, wer er jenseits der Hallenbeleuchtung ist.
Ryan fängt seinen Blick auf. Das schwere Schweigen zerreißt ihr das Herz. Sie lässt den Reißverschluss los, setzt sich dicht neben ihn und nimmt seine Hand. »Arvid …«
Er schüttelt den Kopf und atmet schwer aus. »Ich weiß. Du musst zurück. Ich will dir keine Steine in den Weg legen.«
Sie verschränkt ihre Finger mit seinen, streicht sacht über seine Knöchel. »Ich liebe dich. Und ich komme wieder. Ganz bald.«
Arvid presst ihre Hand fester, als könnte er sie dadurch halten. »Ich weiß. Trotzdem wird sich jeder einzelne Tag ohne dich wie eine verdammte Ewigkeit anfühlen.«
Ein wehmütiges Lächeln umspielt ihre Lippen. Sie fühlt denselben stechenden Schmerz. Doch so sehr ihr Herz danach schreit, für immer bei ihm zu bleiben: Sie kann ihr eigenes Leben nicht einfach wegwerfen. Der Pub, ihr Team, ihr Alltag – das ist ihr Fundament. Und Arvid weiß das.
Er lehnt die Stirn an ihre. »Ich hasse es, dich gehen zu lassen.«
»Und ich hasse es, zu gehen«, flüstert sie mit geschlossenen Augen und saugt seine Nähe auf.
Arvid bettet ihr Gesicht in beide Hände, sein Daumen zeichnet sanft ihren Wangenknochen nach. Seine dunklen Iriden brennen vor ungestilltem Verlangen und stiller Verzweiflung, ehe er ihre Lippen findet. Der Kuss ist langsam, tastend und voller Wehmut – als wolle er jeden Atemzug, jede Berührung tief in seiner Seele konservieren.
Ryan gibt sich ihm vollkommen hin. Sie spürt das Zittern in seinen Händen, das stumme Flehen, die Zeit anzuhalten. Die Enge in ihrer Brust schnürt ihr die Luft ab.
Ein schrilles, ungeduldiges Hupen von der Straße zerreißt die Stille.
Arvid löst sich ruckartig von ihr, seine Kiefermuskeln treten hart hervor. »Verdammt noch mal, Steve«, murmelt er gereizt.
Ryan vergräbt das Gesicht an seiner Halsbeuge und lacht leise gegen seine warme Haut. »Er will mich nur pünktlich abliefern.«
Er schnaubt. »Oder er nutzt jede Gelegenheit, mir auf die Nerven zu gehen. Ich schwöre, der Typ hat ein Auge auf dich geworfen.«
Ryan hebt den Kopf und zieht amüsiert eine Braue hoch. »Bist du etwa eifersüchtig?«
»Bin ich nicht«, brummt er trotzig, doch sein Blick spricht Bände.
Ryan lächelt, zieht seinen Nacken sanft zu sich herab und küsst ihn noch einmal. »Ich liebe dich, Rockstar.«
Arvid schlingt die Arme fest um sie. »Ich dich mehr.«
Als Ryan nach dem Gepäck greift, springt Arvid auf, fängt ihre Bewegung ab und entreißt ihr die Tasche. »Ich trage das zum Wagen«, bestimmt er knapp.
Ryan lässt ihn schmunzelnd gewähren – sie weiß, dass er um jede letzte gemeinsame Sekunde kämpft. Gemeinsam verlassen sie das kleine Gästehaus, in dem sie die letzten beiden Tage untergetaucht waren. Die drückende Schwere des Abschieds liegt wie Blei zwischen ihnen.
Unten auf dem Kiesweg lehnt Steve wie gewohnt mit verschränkten Armen an der Fahrertür. Arvid legt besitzergreifend einen Arm um Ryans Schulter und führt sie zum Auto. Zwischen den beiden Männern wechselt lediglich ein kühles, millimetergenaues Nicken – das unausgesprochene Kräftemessen flammt bei jeder Begegnung neu auf. Dass Ryan den Bodyguard konsequent Steve nennt, obwohl er eigentlich Karsten heißt, und der Kerl das sichtlich genießt, geht Arvid gewaltig gegen den Strich.
Wortlos wuchtet Arvid die Tasche in den Kofferraum und lässt die Klappe mit sattem Schwung ins Schloss fallen. Dann wirbelt er herum, fixiert Ryan mit brennendem Blick und reißt sie ohne Vorwarnung wieder an seine Brust.
»Pass auf dich auf, hörst du?«, raunt er heiser, während seine Hände ihr Gesicht umrahmen.
Sein Mund stürzt auf ihren – fordernd, tief, beinahe schmerzhaft intensiv. Er legt alles in diesen Kuss, was Worte nicht mehr greifen können. Ryan klammert sich an seine breiten Schultern, presst sich mit jeder Faser an seinen Körper und wünscht sich nichts sehnlicher, als diesen Augenblick für die Ewigkeit einzufrieren.
Ryan löst sich langsam aus Arvids Umarmung, obwohl jeder Muskel in ihr rebelliert. Sie sucht noch einmal seine dunklen Augen, ringt sich ein schwaches Lächeln ab, doch der brennende Druck hinter ihren Lidern droht sie zu verraten. Ehe er die Tränen sieht, wirbelt sie herum und eilt zum Wagen.
Steve öffnet ihr wortlos die Beifahrertür. Ryan lässt sich auf das kühle Leder sinken, klinkt den Gurt ein und blickt in den Außenspiegel. Arvid steht wie angewurzelt am Wegrand – die Fäuste tief in die Jackentaschen vergraben, den Blick starr auf sie gerichtet.
Der Motor schnurrt auf, und das Auto rollt an.
Arvid verharrt im Kies, bis die roten Rücklichter in der Ferne verblassen und die Straße wieder von der Dunkelheit verschluckt wird. Erst als nichts mehr zu sehen ist, dreht er sich mit einem schweren Ausatmen um und geht zurück ins Haus.
Drinnen schlägt ihm eine erdrückende, leblose Stille entgegen. Jeder Winkel des Zimmers fühlt sich schlagartig fremd an. Kein leises Kichern, kein vertrauter Duft, keine Stimme, die ihn zur Ruhe bringt.
Er lässt sich auf die Bettkante fallen und vergräbt das Gesicht in den Händen. Seine Finger krallen sich fahrig in sein Haar, als könne er die gähnende Leere damit aus seinem Schädel verbannen. Doch der Schmerz sitzt tiefer.
Es fühlt sich an, als hätte sie sein halbes Herz mitgenommen.
Mit einem Ruck springt er auf, atmet stoßweise ein und steuert seinen halb offenen Koffer an. Wahllos reißt er seine Klamotten von den Stühlen und pfeffert sie hinein – knitterig, ungeordnet, vollkommen egal.
In knapp zwei Stunden rollt der Band-Shuttle vor. Die Tourmaschine nimmt wieder Fahrt auf: neue Stadt, neue Halle, tausende kreischende Gesichter im Scheinwerferlicht. Doch die gewohnte Vorfreude bleibt aus. Heute schmeckt der Gedanke daran wie Asche.
Mit roher Gewalt presst er den Deckel des Koffers zusammen, zieht den Reißverschluss zu und schleudert das Gepäckstück mit voller Wucht gegen die Wand. Das dumpfe Krachen hallt im leeren Raum nach.
Die aufkochende Wut überrumpelt ihn selbst.
Er flucht auf die Umstände, auf die ständige Getriebenheit, auf seine eigene Entscheidung für dieses unerbittliche Rockstar-Dasein – ein Leben, das ihm alles abverlangt und ihm keine Luft für das lässt, was wirklich zählt.
Er liebt die Musik. Er lebt für die bebenden Bässe, die Gitarrenwände und die rohe Energie, die ihn auf der Bühne durchströmt. Doch seit Ryan in seine Welt gestolpert ist, hat sich das Fundament verschoben.
Sie ist sein neuer Mittelpunkt. Und sie bedeutet ihm längst mehr als jeder Applaus dieser Welt.
Ryan blickt aus dem Wagenfenster, während die vertrauten Straßen an ihr vorbeiziehen. Laternen werfen ihr warmes Licht auf den Asphalt, die Häuserzeilen wirken ruhig, beständig und unverändert. Nicht mehr lange, und sie ist wieder zu Hause.
Sie freut sich darauf, Malu, David, Sascha und Tasja wiederzusehen. Sie sind ihre Familie, ihr Fundament, seit sie nach all den Jahren zurückgekehrt ist. Und doch nagt diese eine Frage unbarmherzig an ihr:
Könnte sie das alles aufgeben? Für Arvid?
Er würde es nie von ihr verlangen. Aber wenn sie eine gemeinsame Zukunft wollen, wird sie Kompromisse eingehen müssen. Arvid hatte ihr von Anfang an reinen Wein eingeschenkt; noch vor ihrem ersten Kuss hatte er ihr klargemacht, wer er ist, was sein Beruf fordert und was das für ihr Leben bedeuten würde. Er wollte ihr Zeit geben.
Doch sie hatte sich ohne Zögern für ihn entschieden. Hals über Kopf.
Erst jetzt, nach den intensiven Wochen auf Tour, begreift sie das ganze Ausmaß. Und doch weiß sie tief im Inneren: Selbst wenn sie die Zeit zurückdrehen könnte – sie würde diesen Weg jedes Mal wieder wählen.
Steve wirft ihr einen kurzen Blick über den Rückspiegel zu. Die fast vierstündige Fahrt über haben sie kaum ein Wort gewechselt. »Heute so nachdenklich, Prinzessin?«, durchbricht er die Stille.
Ryan blinzelt, aus ihren Gedanken gerissen. »Ja, irgendwie schon.« Sie lehnt die Schläfe gegen die kühle Scheibe. »Es ist gerade einfach verdammt viel.«
Steve schmunzelt gelassen, die Augen fest auf den Asphalt gerichtet. »Tja, der Trubel trifft meistens die, die am wenigsten danach suchen.«
»Ich wollte das alles nie«, murmelt sie leise. »Ich wollte einfach nur ihn.«
»Und er wollte dich. Mehr als alles andere.«
Ein schwaches Lächeln huscht über ihre Züge. Sie weiß, dass Steve recht hat, aber das Gefühl der Überforderung bleibt. »Es ist nur surreal. Ich bin eigentlich nur die Frau hinter dem Tresen, die ihr ganzes Leben in einer Kleinstadt verbracht hat. Und jetzt?« Sie schüttelt den Kopf und lacht tonlos auf.
»Jetzt bist du quasi ein Promi«, frotzelt Steve trocken.
Ryan rollt mit den Augen. »Eine unfreiwillige Berühmtheit. Traumhaft.«
Steve zuckt die Schultern. »Gewöhn dich dran, Prinzessin. Du bist jetzt ein Teil seiner Welt. Die Frage ist nur, ob du auf Dauer darin leben willst.«
Ryan schweigt. Diese Frage begleitet sie wie ein Schatten. Und sie weiß, dass sie bald eine Antwort darauf finden muss.
Im September balanciert Malu ein schwer beladenes Tablett geschickt durch die Reihen und wirft im Vorbeigehen einen prüfenden Blick zur Eingangstür. Sie kann es kaum erwarten, ihre beste Freundin endlich wieder in die Arme zu schließen.
David hingegen ist ganz in seinem Element. Breitbeinig steht er hinter dem Tresen, wickelt die Gäste lautstark in Gespräche ein und lacht am lautesten über seine eigenen Pointen. Mancher rollt heimlich mit den Augen, doch seinem schamlosen Charme kann sich letztlich kaum jemand entziehen.
Sascha lehnt entspannt am Ende der Theke und beobachtet das Treiben mit einem Anflug von Genugtuung. Zum ersten Mal seit Wochen breitet sich wieder die echte, ungezwungene Pub-Atmosphäre aus. Keine aufdringlichen Fragen nach Tourdaten, keine gezückten Kameras, keine Fotografen vor der Scheibe – einfach nur ein ehrlicher Feierabendbetrieb.
Tasja tritt neben ihn, die Arme vor der Brust verschränkt. Ihr Blick schweift zufrieden durch den gefüllten Raum. »Fast wie in alten Zeiten.«
Sascha nimmt einen Schluck Kaffee und nickt. »Ja, herrlich normal. Dieser ganze Zirkus der letzten Wochen ist mir gehörig auf die Nerven gegangen.«
»Mir auch«, seufzt Tasja. »Die Leute kamen aus den völlig falschen Gründen hierher.«
Saschas Blick wandert zu David, der gerade amüsiert eine Runde Schnaps ausschenkt. »Nur um ein Foto von Ryan oder Arvid zu erhaschen.«
»Als wären wir eine Touristenattraktion«, schnaubt Tasja trocken.
Sascha verzieht den Mund zu einem schiefen Grinsen. »Hoffen wir, dass das Strohfeuer bald erlischt.«
»Oder wir müssen uns wohl oder übel daran gewöhnen.«
Er hebt skeptisch eine Braue. »Darauf habe ich absolut keine Lust.«
Tasja lacht leise auf und klopft ihm kameradschaftlich auf die Schulter. »Ich auch nicht. Aber weißt du was? Heute ist einfach ein verdammt guter Abend.«
Sascha lehnt sich zurück und nickt bedächtig. »Ja. Heute fühlt es sich endlich mal wieder richtig an.«
Tasja nippt an ihrem Kaffee, stützt sich auf den Tresen und wirft ihm einen nachdenklichen Blick zu. »Glaubst du, wir kriegen das auf Dauer zurück? Die alte Normalität?«
Sascha atmet schwer aus und zuckt mit den Schultern. »Schwer zu sagen. Ryan liebt einen Rockstar. So sehr ich mir wünsche, dass hier bald wieder alles in gewohnten Bahnen läuft – wir müssen der Wahrheit ins Auge sehen: Das September wird nie mehr ganz derselbe Pub sein.«
Tasja schnaubt leise und starrt in ihre Tasse. »Wahrscheinlich hast du recht. Aber ein bisschen Ruhe täte uns allen gut. Die letzten Wochen haben verdammt an den Nerven gezehrt.«
»Nicht nur an unseren«, entgegnet Sascha mit ernster Miene. »Vor allem an Ryans. Sie tut zwar so, als würde der Trubel an ihr abperlen, aber das Ganze nagt mehr an ihr, als sie zugeben will.«
Tasja legt den Kopf schief. »Glaubst du, sie steht irgendwann vor der Wahl? Zwischen ihrem alten Leben hier und Arvids Welt?«
Saschas Brauen ziehen sich zusammen. »Ich hoffe es nicht. Das September ist ihr Fundament, genau wie für uns. Aber sein Alltag folgt völlig anderen Spielregeln. Ich frage mich einfach, wie lange ein Mensch diesen Spagat aushält, ohne daran zu zerreißen.«
»Oder ob sie sich überhaupt entscheiden muss«, murmelt Tasja leise und legt eine Hand auf seinen Arm. »Vielleicht schafft sie es ja, beides miteinander zu verweben. Ihren Platz an seiner Seite zu finden, ohne sich selbst hier zu verlieren. Ich wünsche es ihr von Herzen.«
Ein lautstarkes, theatralisches Stöhnen zerreißt die nachdenkliche Stimmung. David lässt sich wie ein nasser Sack auf einen der Barhocker fallen und greift nach einem Glas Wasser. »Boah, Leute. Wenn mich heute noch ein einziger Gast fragt, ob der edle Herr Rockstar zur Terrasseneröffnung erscheint, setze ich ihn eigenhändig vor die Tür.«
Sascha und Tasja tauschen einen stummen, amüsierten Blick.
Malu balanciert ihr leeres Tablett hinter die Theke und stellt es ab. Sie mustert die beiden aufmerksam – spürt genau, dass sie gerade ein ernstes Thema abgewürgt haben –, hakt jedoch nicht nach. Stattdessen nimmt sie einen Schluck Wasser und hebt die Brauen. »Und? Haben wir für morgen alles beisammen?«
David winkt großspurig ab. »Alles im Kasten. Die Lichterketten glänzen, die Kübelpflanzen stehen im perfekten Winkel, die neue Karte sitzt. Und ich habe den ganzen Vormittag an meinem unwiderstehlichsten Lächeln gefeilt, um die Gäste um den Verstand zu bringen.« Er setzt ein übertrieben charmantes Zwinkern auf.
Tasja schüttelt den Kopf. »Du meinst also, du hast den halben Tag vor dem Spiegel verbracht und dich selbst angehimmelt?«
David presst die Hand auf die Brust. »Ich bin eben mein treuester Fan. Man muss Prioritäten setzen.«
Sascha lacht trocken auf. »Spaß beiseite – steht die Schichtbesetzung?«
»Vollständig«, bestätigt Malu. »Ich habe zwei zusätzliche Springer eingeplant. Außerdem ist Ryan wieder an Bord. Wenn die Bude morgen eingerannt wird, brauchen wir jeden Mann an den Zapfhähnen.«
David beugt sich mit funkelnden Augen über die Theke. »Und wie sieht es mit dem großen Knalleffekt aus?«
Tasja verschränkt die Arme. »Welcher Knalleffekt?«
David verzieht enttäuscht das Gesicht. »Kommt schon! Eine Eröffnung ohne Highlight? Kein Feuerwerk, keine Show-Einlage, kein Drama? Ihr seid echt die reinsten Spaßbremsen.«
»Wir eröffnen eine Terrasse, David«, erwidert Sascha betont ruhig. »Das ist das Highlight.«
»Pff, wie bieder«, rollt David mit den Augen. »Ein bisschen Pyrotechnik oder eine spontane Jam-Session hätten der Quote sicher nicht geschadet.«
Malu lacht herzlich auf. »Wie wäre es, wenn wir einfach mal die Nerven behalten und uns auf ein volles Haus konzentrieren?«
»Ganz genau«, stimmt Tasja zu. »Keine Eskalationen, kein Zirkus. Nur ein fantastischer Abend für unsere Stammgäste.«
David schnalzt trotzig mit der Zunge. »Langweiler-Fraktion. Aber wartet es nur ab – ich habe immer noch ein Ass im Ärmel.«
Sascha und Malu tauschen einen skeptischen Blick, doch David setzt nur sein unschuldigstes Grinsen auf und leert sein Glas in einem Zug.