Zwischenwelten

Jede Geschichte ist eine neue Zwischenwelt


Ein  Wochenende in Falkensee wirbelt Elysias zurückgewonnene geordnete Leben durcheinander.

 

Während Hannah und Ben ihr Rückhalt geben, gerät sie immer wieder in den Sog von Valerians aufbrausendem Temperament - ihrem Noch-Ehemann, der nicht loslassen will. Und dann ist da Kian: warmherzig, aufmerksam und mit einem Blick, der längst vergessene Gefühle wachruft.

Manche Seelen sind zu dunkel für das Licht.

 

Fenris und Lyra sind Außenseiter, deren Herzen im Takt des Verfalls schlagen, deren Seelen eingehüllt sind in Samt und Schatten. Von der Enge eines gottesfürchtigen Dorfes verstoßen, suchen sie Zuflucht in Rosevil, einer vergessenen, kleinen Stadt, deren Vergangenheit in gotischen Ruinen und steinernen Gewölben verrottet.

 

Hier, inmitten von Nebel und Efeu, finden sie endlich ihre Freiheit und ihr Glück, ein stilles Leben, das ihrer dunklen Romantik würdig ist. Rosevil wird zu ihrem Zufluchtsort - bis sie beschließen, das Bett des Grafen Lorcan zu kaufen, und sie Geister wecken die besser im Verborgenen bleiben. 

In einer Kleinstadt mit achttausend Einwohnern ist Perfektion die einzige Währung, die zählt.

 

Mit 28 Jahren spielt Rose die Rolle ihres Lebens. Wenn sie mit ihrer Elite-Clique in den schicken Cafés der Stadt sitzt, sieht jeder nur die attraktive Frau mit den langen, tiefschwarzen Wellen und den sinnlichen Lippen. Niemand ahnt, wie hart sie für ihre Modelfigur trainiert oder dass ihr Job als Architektin eine reine Erfindung ist, um dazuzugehören. In Wahrheit ist Rose die Frau am Telefon, die Termine für andere koordiniert. Den Namen Rosalie - der nach ihrer Kindheit und der klugen Eule aus dem Märchen klingt - hat sie tief in sich vergraben.

 

Doch dann tritt Vaughn in ihr Leben. Der 32-jährige Lehrer ist das genaue Gegenteil der glatten Welt, in der Rose sich bewegt. Mit seinen dunkelblauen Augen, dem ewigen Dreitagesbart und den leicht zerzausten Haaren wirkt er fast schon arrogant gleichgültig gegenüber den Regeln der Stadt. Er trägt keine Designeranzüge, sondern schlichte schwarze Hemden und Jeans, die seine sportliche Figur betonen, ohne dass er es darauf anlegt.